Kirchen

Kirche St. Willibald (Willibaldskirche) Langenaltheim

 Von der Einweihung der Kirche durch Bischof Gundekar II. von Eichstätt im Jahre 1060 und von dem, was sonst über die
mittelalterliche Gestalt des Gotteshauses berichtet wurde kann ich leider nur folgendes berichten.
Bis zum Jahre 1541 blieben die beiden Gemeinden Langenaltheim und Büttelbronn im Verbande des Pfalz-Neuburgischen Terrotoriums.
Durch eine Grenzbereinugung und Tauschaktion kamen die beiden Ortschaften am 22.06.1541 zur Grafschaft Pappenheim.
Nach 265jähriger Zugehörigkeit LAs. zur Grafschaft Pappenheim schlug auch für diese die Stunde der Auflösung ihrer Souveränität.
Der Kurfürst Maximilian IV, Joseph war seit 1.1.1806 durch Napoleons Gnaden König von Bayern, geworden.  Am 3.6.1806 kam Graf von Reisach, königlich bayerischer Landes-Direktions-Vizepräsident, von Neuburg nach LA. und ließ die bayerischen Wappen an den beiden Kirchen und am Pfarrhaus angeschlagen. Das gleiche geschah noch am selben Tage auch in Büttelbronn und Rehlingen, wie schon am 1.6.1806 in Pappenheim.

Die Kirche in ihrer gegenwärtigen Größe und Gestalt steht seit 1607. Im Herbst 1606 war die ohnehin schon baufällige alte Kirche durch heftige Stürme in einen so bußwürdigen Zustand versetzt worden, dass ihr Abbruch und Wiederaufbau zur gebieterischen Notwendigkeit wurde.
Die Dächer von Turm und Langhaus waren gänzlich ruiniert; der Turm zeigte so schwere Schäden, dass man den Einsturz befürchten musste.
Im Jahre 1607 wurde die Kirche in ihrer gegenwärtiger Größe erbaut, im Jahre 1608 wurde die Inneneinrichtung fertig gestellt.
Dies sehen wir an der Jahreszahl an der Kanzel die von einem Mannheimer Schreiner gefertigt wurde.
Eine große Renovierung der Kirche, Innen und Außen wurde in den 70er Jahren (1977) durchgeführt.

Im Jahre 2000 wurde eine neue Orgel durch die Orgelmanufaktur Lutz aus Feuchtwangen unter Verwendung des alten Prospekt´s der alten Steinmeier Orgel eingebaut.
Eine kleinere Renovierung war im Jahre 2007 zur 400 Jahr Feier der St. Willibaldskirche durchgeführt.
An der Kirche wurden Außen am Putz schadhafte Stellen ausgebessert und frisch gestrichen.
Innen wurde alles gereinigt und alle Wandflächen neu gestrichen.

Kirche St. Johannis (Johanniskapelle)

Kapelle St. Johannis Langenaltheim

Über die erste Erbauung dieses Gotteshauses sind keinerlei Urkunden oder sonstige Anhaltspunkte vorhanden.
Es müsste denn sein, dass die, im Gundakarium zu Eichstätt verzeichnete, von Bischof Otto zwischen 1190 und 1193 geweihte Kirche zu Altheim eben mit der St. Johannis Kapelle identisch war.
Die Kapelle  wurde im 30jährigen Krieg (1618 bis 1648) zerstört.

Erst 1751 wurde der Auftrag zur Erstellung eines Angebots zum Wiederaufbau vergeben.
Mit Verfügung vom 25.02.1751 wurde der Bauinspektor Johann David Steingruber aus Ansbach damit beauftragt. Vergeblich wartete man mehrere Monate auf sein erscheinen.
Schließlich wurde dem Landbauinspektor bei der Veste Wülzburg, Traugott Friedrich Schuchart die Bauprojektierung übertragen.
Im Februar 1752 wurde mit dem Bau der Kapelle begonnen, welcher genau auf dem alten Grundriss entstand.
Die Einweihung fand am 24.06.1754, dem Tag des St. Johannis des Täufers  statt und gab der Kapelle den Namen.

Eine Kuriosität bildete die spätere Haus Nr. 8, deren Insassen nach Geschlecht geteilt waren.
Das männliche war markgräflich und musste nach Solnhofen zur Schule und Kirche,
das weibliche war pappenheimisch und musste nach Langenaltheim in die Schule und Kirche.

Es mussten 3 jährliche Gottesdienste vom Pfarrer aus Solnhofen gehalten werden

Heute werden ca. 3 Gottesdienste und viele Abendandachten über das Jahr verteilt in der St. Johannis Kapelle gehalten. Auch für Tauffeiern und andere besondere Anlässe bietet das Ambiente und die Atmosphäre dieser kleinen Kapelle einen schönen Rahmen und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Das Pfarrhaus

Nach der ältesten Urkunde von Pfarrer Sixtus Linckh vom 12-06.1567 war damals der Pfarrhof aber besonders der Pfarrstadel ganz besonders baufällig geworden, zum Neubau kam es erst im Jahre 1581. Den Bauplatz gewann man durch Abtrennung eines Teils vom Kirchhof, wobei auch das Pfarrgässchen (Kirchengasse) geschaffen wurde.
1723 wurde der Pfarrstadel völlig neu und größer erbaut.

Erst 1790 kam es wieder zu einem Neubau das Pfarrhaus selbst. Der Beschreibung nach war das Pfarrhaus in einem sehr schlechten Zustand, es glich mehr einer schlechten Hirtenwohnung als einem Pfarrhaus. Neu gebaut wurde aber nur das Wohnhaus, der Anbau mit Stallung wurde nicht gebaut. Das Pfarrhaus wurde immer wieder renoviert und umgebaut. 1908 wurde die Wasserleitung ins Pfarrhaus verlegt, 1913 wurde elektrisches Licht Installiert.
1984 wurde das Pfarrhaus komplett abgerissen und ein Neubau errichtet. Als Pfarrer Ludwig Emmerling in die Gemeinde kam, war das Pfarrhaus noch nicht bezugsfertig, deshalb wurde er in einer Mietwohnung untergebracht. Nach seiner Verabschiedung am 28.10.2008 wurde mit der Planung der Renovierung begonnen, die sich dann schwieriger als gedacht darstellte. Mit der Renovierung sind wir innen gerade so bis zum  Einzug von Pfarrer Arnim Doerfer und seiner Familie am 01.03.2010 fertig geworden.
Die Außenanlagen wurden bis ins Jahr 2011 fertiggestellt.

Das Gemeindehaus

Die ehemalige Pfarrscheune wurde in den im Jahre 1968 zum Gemeindehaus umgebaut und in den 70er Jahren umfangreich renoviert.

2003 begannen die Planungen eines Anbaues an das Gemeindehaus, der ersten Planentwurf wurden von der Landeskirche abgelehnt.

Auch die Idee, nach dem Kauf der ehemaligen Gaststätte Bayerlein durch die politische Gemeinde, hier im Ergeschoss einige Räume für die Kirchengemeinde umzubauen wurde wieder verworfen.

Nach weiterer Planung wurde mit der Landeskirchenstelle in Ansbach ein entgültiger Bauplan erstellt. Die Bauarbeiten begannen am 16.04.2005, nach über 4000 Stunden Eigenleistung wurde das neu renovierte und erweiterte Gemeindehaus am 23.09.2007 wieder eingeweiht.

Neben dem 92 qm großen Saal im Erdgeschoss wurde im Anbau die Küche, eine Abstellraum, behindertengerechte Toiletten, Stuhl- und Tischlager untergebracht. Im Eingangsbereich entstand auch ein großes Foyer. Im Obergeschoss wurde ein Mehrzweckraum für kleiner Gruppen oder Kirchenvorstandssitzungen ausgebaut.

Der Kellerbereich wird weiter von unserer ELJ-Langenaltheim genutzt, auch dieser Bereich wurde um einen großen Gruppenraum erweitert.